Der Beatus von San Pedro de Cardeña ist das Werk von zwei Miniaturisten und einer der prächtigsten, künstlerisch am meisten ausgearbeiteten und qualitätvollsten Kodizes seiner Familie (Familie II, Zweig B).
Sein ikonographischer Zyklus beinhaltet die Präliminarien (Das Kreuz von Oviedo, die vier Evangelisten, Genealogien), die Johannes-Apokalypse und ihren Kommentar sowie die Tafeln des Antichrists. Die 51 Miniaturen, die heute erhalten sind, sind von einer außerordentlichen Schönheit und spiegeln die Geschicklichkeit, die Feinheit und die Sorgfalt wider, mit der die Künstler die Illustrationen der Kommentare von Beatus ausschmückten. Im ganzen Manuskript, ragt einerseits die Ausarbeitung und der Takt für die Darstellung der Personen und andererseits die Intensität und die Lebhaftigkeit der Hintergrundfarben heraus. Der Kodex wurde reich mit Blattgold verziert.
Im Jahre 1871 wurde der Beatus von San Pedro de Cardeña dem Archäologischen Nationalmuseum von Madrid unvollständig übergeben. In dieser „quasi-originalen" Edition vereint M. Moleiro Editor zum ersten und einzigen Mal alle verbreitete Fragmente, die von diesem Beatus erhalten sind.
"Obwohl nicht alle Blätter erhalten sind, kann man von dem was übriggeblieben ist ausgehen, dass es sich bei diesem Kodex um eines der prächtigsten und qualitätsreichsten Exemplare handelt, die je geschaffen wurden (...) Im ganzen Manuskript ragen die teuersten Farben, Blau und Gold, her aus."
Joaquín Yarza
Beato de Liébana. Manuscritos iluminados