Buch der Glückseligkeit

f. 90r, Der Fiebertalisman


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Huma ist der Name dieses Yins, was soviel bedeutet wie „das, was den menschlichen Körper erhitzt“ oder was dasselbe bedeutet die Erscheinung des gemeinen Fiebers. Damit ist Huma wie Kabus (der Albtraum, f. 86r) eine der bekanntesten Gemütsarten unter denjenigen, die Krankheiten verursachen und ihr Talisman wird häufig gefunden.

Die Gemütsart des Fiebers wird gewöhnlich als ein dreiköpfiger Dämon dargestellt, mit einer Ikonografie, die vielleicht auf das biblische Testamentum Salomonis (Das Testament Salomos) zurückgeht, in dem die Geburt blinder, tauber und epileptischer Kinder einem dreiköpfigen Dämon zugeschrieben wird. In der Miniatur sind zwei dieser Köpfe identisch, vage an Pferde erinnernd aber mit den gewöhnlichen Reißzähnen und Qualm ausgestattet; einer blickt nach rechts und der andere nach links. Der dritte sieht noch dämonischer aus und ist in der Mitte angeordnet, von vorne und oberhalb der zwei anderen. Die Frontalposition von Huma ist nicht ungewöhnlich, aber die offene Beinstellung mit gebeugten Knien und ebenfalls offenen Armen, als ob er den Betrachter packen möchte, unterscheidet ihn von allen anderen Gemütsarten. Ebenfalls eigentümlich ist die Gegenwart eines als Tierkopf auslaufenden Schwanzes: obgleich er nicht zu ungebräuchlich bei Darstellungen von Dämonen und Gemütsarten ist, ist er die einzige innerhalb dieser Reihe von Illustrationen. Im Kitab al-bulhan, der das in dieser Malerei genau befolgte Vorbild enthält, hat Huma nicht einen, sondern zwei Schwänze. Zwei gehörnte Gehilfen, einer von ihnen mit einem Hut, lehnen sich in die Malerei sehr nahe an den seitlichen Köpfen von Huma.


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f. 90r, Der Fiebertalisman

Huma ist der Name dieses Yins, was soviel bedeutet wie „das, was den menschlichen Körper erhitzt“ oder was dasselbe bedeutet die Erscheinung des gemeinen Fiebers. Damit ist Huma wie Kabus (der Albtraum, f. 86r) eine der bekanntesten Gemütsarten unter denjenigen, die Krankheiten verursachen und ihr Talisman wird häufig gefunden.

Die Gemütsart des Fiebers wird gewöhnlich als ein dreiköpfiger Dämon dargestellt, mit einer Ikonografie, die vielleicht auf das biblische Testamentum Salomonis (Das Testament Salomos) zurückgeht, in dem die Geburt blinder, tauber und epileptischer Kinder einem dreiköpfigen Dämon zugeschrieben wird. In der Miniatur sind zwei dieser Köpfe identisch, vage an Pferde erinnernd aber mit den gewöhnlichen Reißzähnen und Qualm ausgestattet; einer blickt nach rechts und der andere nach links. Der dritte sieht noch dämonischer aus und ist in der Mitte angeordnet, von vorne und oberhalb der zwei anderen. Die Frontalposition von Huma ist nicht ungewöhnlich, aber die offene Beinstellung mit gebeugten Knien und ebenfalls offenen Armen, als ob er den Betrachter packen möchte, unterscheidet ihn von allen anderen Gemütsarten. Ebenfalls eigentümlich ist die Gegenwart eines als Tierkopf auslaufenden Schwanzes: obgleich er nicht zu ungebräuchlich bei Darstellungen von Dämonen und Gemütsarten ist, ist er die einzige innerhalb dieser Reihe von Illustrationen. Im Kitab al-bulhan, der das in dieser Malerei genau befolgte Vorbild enthält, hat Huma nicht einen, sondern zwei Schwänze. Zwei gehörnte Gehilfen, einer von ihnen mit einem Hut, lehnen sich in die Malerei sehr nahe an den seitlichen Köpfen von Huma.


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