Apokalypse 1313

Apokalypse 1313 f. 46r, Das gläserne Meer (Offb. 15, 1-4)

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f. 46r, Das gläserne Meer (Offb. 15, 1-4)

Nach der Ernte und Weinlese der Nationen, Symbolen des Jüngsten Gerichts, sieht Johannes (f. 45v) mit erhobenem Haupt und geöffneter Hand, womit er zeigt, dass er Zeuge überraschender Vorgänge ist, am Himmel ein großes und wunderbares Zeichen: es sind die sieben Engel mit den sieben Plagen. Auf der den goldenen Himmel abgrenzenden Wolke bringen die sieben Engel die Strafen, die von goldenen Sternen dargestellt werden, mit Ausnahme des vierten, der orangefarbig ist. Die scharfen Flügel der Himmelsboten sind erhoben, dringen in den Gemälderahmen ein, um daran zu erinnern, dass sie Sicht, Zeit und Raum enthoben sind. Unter der Wolke dehnen sich die grünen Wassermassen des gläsernen Meers aus. Sie werden von roten Reflexen durchzogen, da sie mit Feuer vermischt sind. Für den Kommentator der Offenbarung stellt das gläserne Meer das reinigende Wasser der Taufe dar und das Feuer ist das des Heiligen Geists (das die Sünden tilgt). Sieben Musiker, die sich auf dem Wasser befinden, als ob sie auf dem Festland ständen, spielen zur Ehre und zum Ruhme Gottes ihre Instrumente. Harfen, Zithern, Fidel, Hackbrett und Orgel begleiten die Gesänge Moses und des Lammes.


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