Apokalypse von Val-Dieu

British Library, London




Signatur: Add. Ms. 17333
Datierung: um 1320-1330
Entstehungsort: Nordwestfrankreich (Normandie)
Sprache: Latein und Französisch
Format: ± 325 x 225 mm
108 Seiten, 83 mit Gold dekorierte Miniaturen.
In grünem Leder gebunden. Rückdeckel in rotem Leder mit vergoldeten Motiven
Monographischer Kommentarband in Vielfarbendruck, der von international angesehenen Fachleuten verfasst ist
Erste, einzige und unwiederholbare auf 987 Exemplare limitierte und notariell beglaubigte Auflage

Signatur: Add. Ms. 17333
Datierung: um 1320-1330
Entstehungsort: Nordwestfrankreich (Normandie)
Sprache: Latein und Französisch
Format: ± 325 x 225 mm
108 Seiten, 83 mit Gold dekorierte Miniaturen.
In grünem Leder gebunden. Rückdeckel in rotem Leder mit vergoldeten Motiven
Monographischer Kommentarband in Vielfarbendruck, der von international angesehenen Fachleuten verfasst ist
Erste, einzige und unwiederholbare auf 987 Exemplare limitierte und notariell beglaubigte Auflage



Beschreibung

Apokalypse von Val-Dieu British Library, London


Diese illustrierte Apokalypse überrascht zunächst einmal durch ihren exzellenten Erhaltungszustand und die Qualität der malerischen Töne ihrer Miniaturen. Von der Chromatik zeichnen sich die Miniaturen durch ihre extreme Sophistikation und ihren Nuancenreichtum aus.

Das um 1320-1330 höchstwahrscheinlich in der Normandie entstandene Manuskript beinhaltet den Text der Apokalypse sowohl in Latein als auch in Französisch, unter breiten und eleganten, die halbe Seite einnehmenden Miniaturen.

Historisch gehört der Kodex zu einer kleinen Gruppe von vier Apokalypsen außerordentlicher Qualität, die während des ersten Viertels des 14. Jahrhunderts  im Nordwesten Frankreichs entstanden und deren ikonografisches Programm einer englischen Apokalypse aus dem 13. Jahrhundert  folgt, die 1944 beim Bombardement von Metz zerstört wurde. Diese kleine Gruppe unterscheidet sich von ihrem englischen Vorbild dadurch, dass sie eine völlig eigenständige Konzeption der Figuren und Szenen aufweist: der Realismus und die Körperlichkeit ihrer Figuren schaffen es, den fantastischen Szenen der Apokalypse eine enorme Anschaulichkeit zu verleihen. Das Manuskript der British Library ist das einzige der vier, das die Übersetzung des Texts ins Französische beinhaltet. Andererseits unterscheidet sich diese Apokalypse ebenfalls durch ihre außerordentlich sorgfältige künstlerische Ausführung und einen besonders eleganten Realismus bei der Porträtgestaltung der Hauptdarsteller von den anderen. Beide Qualitäten werden durch den Einsatz überraschender und empfindlicher chromatischer Töne verstärkt, die untereinander mit großem ästhetischen Gespür kombiniert werden.

Der Kodex gehörte im 17. Jahrhundert zur Bibliothek der Kartause von Val-Dieu (Diözese Séez);  auf Folio 1 erscheint der Vermerk Ex Libris Cartusiae Vallis Dei. Das British Museum erwarb ihn am 6. Mai 1848 von dem englischen Buchhändler, Antiquar und Hispanisten Thomas Rodd.


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