Bible moralisée aus Neapel

Bible moralisée aus Neapel f. 2v (Genesis 1, 4-5)

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f. 2v (Genesis 1, 4-5)

«Gott scheidet das Licht von der Finsternis und nennt das Licht Tag und Finsternis nennt er Nacht».

Das Werk des ersten Tags wird in der Scheidung von Tag und Nacht zusammengefasst, was in dem Auslegungsmedaillon eigentlich ein Bild der Scheidung zwischen guten und bösen Engeln hätte hervorbringen müssen. Allerdings wurde nur die Erschaffung der Engel verwendet, die sich auf «Fiat lux» (Es werde Licht) bezieht, der eine Personifizierung der Kirche angefügt wird, wie in dem Text der Auslegung bekräftigt wird. Die Helligkeit des Tages bedeutet die Klarheit der Engel und der Heiligen Kirche. Die zwei auf einem Rad stehenden Engel sind mit einem roten Gewand bekleidet. Ihre drei Flügelpaare sind ebenfalls rot. Es sind also Serafim. Mit demselben Text gibt die Wiener französische Bibel dieselbe Handlung wieder. Die hier eine Krone tragende Ekklesia befindet sich unter einem Tabernakel. Bescheiden in blau gekleidet, ohne Krone, mit geneigtem Kopf, hält die Kirche der Neapolitanischen Bibel einen Kodex in ihrer rechten Hand. Die Wiener lateinische Bibel ist viel präziser: der Klarheit der Engel und der Kirche wird die Dunkelheit der Finsternis hinzugefügt, die alle Sünden der Welt verkörpert, die in einem sich umarmenden Paar verdichtet werden, das einem mit Ekklesia sich unterhaltenden Engel gegenübergestellt wird.


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