Stundenbuch der Johanna I. von Kastilien, die Wahnsinnige

f. 14v, Evangelist Matthäus


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Gerard Horenbout hat den Evangelisten in einem bürgerlichen Umfeld porträtiert, wo sich ein Schrank und eine Bank mit Kissen erkennen lassen. Der Evangelist Matthäus schreibt auf einem Pult ein Folio seines Evangeliums, während sein gewöhnliches Symbol, der weiß gekleidete, engelhafte, androgyne Jüngling seine Hand auf die Rechte des Evangelisten legt, um ihm einzugeben, was er schreiben muss. Die Komposition ist nahezu identisch mit der des Stundenbuchs von Jakob IV. von Schottland  und der des Breviers von Mayer van den Bergh (f. 549r.) und sehr ähnlich der in den Horen der Espínola (f. 87v.) und der des Evangelisten Markus in den Horen der Rothschild (f. 83r.).

Die Ikonografie ist im Hinblick auf die Darstellung der androgynen Figur und des Evangelisten klassischen Ursprungs. Wir können ihre Herkunft in den Darstellungen des klassischen Altertums des von einer Muse inspirierten Dichters oder Philosophen finden. In diesem Fall hat der Miniaturist die Figur der Muse christianisiert.

Die Abbildung des Evangelisten Matthäus wird von einer Randverzierung verstreuter Blumen unterschiedlicher Arten, Formen und Farben eingerahmt. Der Miniaturist hat im linken Teil der Verzierung auch einen Schmetterling einbezogen.


Stundenbuch der Johanna I. von Kastilien, die Wahnsinnige f. 14v, Evangelist Matthäus

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f. 14v, Evangelist Matthäus

Gerard Horenbout hat den Evangelisten in einem bürgerlichen Umfeld porträtiert, wo sich ein Schrank und eine Bank mit Kissen erkennen lassen. Der Evangelist Matthäus schreibt auf einem Pult ein Folio seines Evangeliums, während sein gewöhnliches Symbol, der weiß gekleidete, engelhafte, androgyne Jüngling seine Hand auf die Rechte des Evangelisten legt, um ihm einzugeben, was er schreiben muss. Die Komposition ist nahezu identisch mit der des Stundenbuchs von Jakob IV. von Schottland  und der des Breviers von Mayer van den Bergh (f. 549r.) und sehr ähnlich der in den Horen der Espínola (f. 87v.) und der des Evangelisten Markus in den Horen der Rothschild (f. 83r.).

Die Ikonografie ist im Hinblick auf die Darstellung der androgynen Figur und des Evangelisten klassischen Ursprungs. Wir können ihre Herkunft in den Darstellungen des klassischen Altertums des von einer Muse inspirierten Dichters oder Philosophen finden. In diesem Fall hat der Miniaturist die Figur der Muse christianisiert.

Die Abbildung des Evangelisten Matthäus wird von einer Randverzierung verstreuter Blumen unterschiedlicher Arten, Formen und Farben eingerahmt. Der Miniaturist hat im linken Teil der Verzierung auch einen Schmetterling einbezogen.


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