Brevier von Isabella der Katholischen

British Library, London




Signatur: Add. Ms. 18851.
Datierung: letztes Jahrzehnt des 15. Jahrhunderts
Format: 230 x 160 mm.
Ort: Flandern
1046 Seiten, alle mit Buchmalereien versehen
In braunem, gepunztem Leder gebunden
Monographischer Kommentarband in Vielfarbendruck (352 S.) von Scot McKendrick (Head of History and Classics at the British Library), Elisa Ruiz García (Professor of Diplomacy and Paleography, Universidad Complutense de Madrid) und Nigel Morgan (Emeritus Honorary Professor of the History of Art, Cambridge University).
Erste, einzige und unwiederholbare auf 987 Exemplare limitierte und notariell beglaubigte Auflage.
ISBN: 978-84-96400-64-1


Signatur: Add. Ms. 18851.
Datierung: letztes Jahrzehnt des 15. Jahrhunderts
Format: 230 x 160 mm.
Ort: Flandern
1046 Seiten, alle mit Buchmalereien versehen
In braunem, gepunztem Leder gebunden
Monographischer Kommentarband in Vielfarbendruck (352 S.) von Scot McKendrick (Head of History and Classics at the British Library), Elisa Ruiz García (Professor of Diplomacy and Paleography, Universidad Complutense de Madrid) und Nigel Morgan (Emeritus Honorary Professor of the History of Art, Cambridge University).
Erste, einzige und unwiederholbare auf 987 Exemplare limitierte und notariell beglaubigte Auflage.
ISBN: 978-84-96400-64-1





Kommentarband

Brevier von Isabella der Katholischen British Library, London


Contents

From the editor to the reader
Manuel Moleiro

Introduction
Scot McKendrick
Head of History and Classics at the British Library

The historical context and provenance
Elisa Ruiz García
Professor of Diplomacy and Paleography, Universidad Complutense de Madrid
Scot McKendrick

Contents and authorship
Nigel Morgan
Emeritus Honorary Professor of the History of Art, Cambridge University
Scot McKendrick
The illustration and decoration
Nigel Morgan

Appendix

Bibliography

ISBN: 978-84-96400-63-4
352 pages
290 illustrations





Beschreibung

Brevier von Isabella der Katholischen British Library, London


Das Brevier von Isabella der Katholischen ist der am besten gehütete Schatz der British Library. Dieses erstaunliche Manuskript war als das luxuriöseste der flämischen Breviere angelegt; jede Seite ist von den besten Malern Flanderns meisterhaft mit Buchmalereien ausgestattet worden, um so ein Manuskript unerreichbarer Schönheit und Pracht zu schaffen.

Die Originalität und Kraft der Miniaturen machen das Brevier von Isabella der Katholischen zu einem einzigartigen Kodex. Das Brevier mit einem größeren Textbestand als das Stundenbuch bietet den Buchmalern ein breiteres Themenspektrum und ermöglicht somit größere gestalterische Freiheit und Vielfalt der Abbildungen. Die sechs Meister, die an der Erstellung des Brevier von Isabella der Katholischen mitgewirkt haben, haben ganz besonders die Szenen herausgestellt, die den Bau, die Zerstörung und Wiederaufbau von Jerusalem und seinem Tempel darstellen, sowie festliche Szenen mit Musikern und Sängern unter der Leitung von David. In keinem anderen zeitgenössischen Manuskript ist ein ähnlicher Zyklus zu finden.

Der Meister des Dresdner Gebetbuchs ist der Hauptmaler des Breviers. Er zeichnet sich durch die narrative Ausdruckskraft seiner Bilder und seine Fähigkeit aus, seinen Szenen Leben und Bewegung zu verleihen. Sein Geschick, die Gesten der Darsteller und den Ausdruck ihrer Gesichter einzufangen, welche die Bedeutung der Haupthandlung jeder Episode noch verstärken, ist beeindruckend.

Gerard Horenbout, der auch als Meister Jakobs IV. von Schottland bekannt ist, ist der zweite bedeutende Mitarbeiter an der Illumination des Brevier von Isabella der Katholischen. Dieser brillante Buchmaler, auch Schöpfer des Stundenbuchs von Johanna I. von Kastilien, war einer der ersten flämischen Buchmaler, die in ihre Miniaturen typische Elemente der Renaissance einfließen ließen. Die Szenen, die Horenbout für dieses außergewöhnliche Brevier malte, zeichnen sich durch die brillante Farbverwendung und das Geschick bei der Darstellung von Oberflächen und Geweben aus.

Die privilegierte Hand von Gerard David malte einige der bedeutendsten Miniaturen dieses Breviers: die Geburt Christi, die Anbetung der Magier; die Heilige Barbara...

Die üppige Randdekoration des Brevier von Isabella der Katholischen verdient besondere Aufmerksamkeit. Es weist eine einzigartige Kombination moderner Bordüren auf, die die Illusion gestreuter Blumen, Säulenlaubwerks und miteinander verschlungener Äste erzeugt, mit einer Art von Rändern, die um 1490 bereits wenig gebräuchlich waren, mit blauen und vergoldeten Laubwerkblättern, Blüten, Insekten und Vögeln.

Isabella die Katholische erhielt das Manuskript kurz vor dem Jahr 1497 aus den Händen des Botschafters Francisco de Rojas, um an die Doppelhochzeit ihrer Kinder, der Infanten Johann und Johanna, mit denen Maximilians von Österreich und der Herzogin Maria von Burgund, Margarete und Philipp, zu erinnern. Eine ganzseitige Miniatur zeigt das gemeinsam von Isabella und Ferdinand gewählte Wappenschild mit einem mächtigen Adler, dem Symbol des Evangelisten Johannes. Darunter erscheinen ebenfalls die Wappen der neuen Ehepaare.

Das Brevier von Isabella der Katholischen hat große geschichtliche Bedeutung, da es nicht nur die künstlerische Wirklichkeit, sondern auch das ereignisreiche politische Leben Europas am Ende des 15. Jahrhunderts widerspiegelt, in der die Heiratspolitik der Königshäuser gleichbedeutend mit internationalen politischen Allianzen, territorialer Ausdehnung.... waren.

Die Königin Isabella starb 1504 und man weiß nicht, was aus dem Kodex drei Jahrhunderte lang wurde. Möglicherweise wurde er während der napoleonischen Invasion aus dem Kloster El Escorial geplündert. Anfang des 19. Jahrhunderts taucht er in England in der Sammlung des Bibliophilen, Bankiers und Parlamentsmitglieds John Dent auf. Die British Library erwarb ihn 1852 von einem anderen Privatsammler.



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