Dioskurides von Cibo und Mattioli

Sonnenwende (Heliotropium europaeum), F. 44r


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Die Sonnenwende bringt eine Blüte hervor, die einem Skorpionschwanz gleicht, weshalb sie Skorpionschwanz genannt wird; außerdem wird sie Sonnenwende genannt, weil sich ihre Blüten nach der Sonne richten. Sie hat ähnliche Blätter wie das Basilikum, jedoch stärker behaart, weißlicher und größer; an der Wurzel entspringen drei, vier und häufig auch fünf Stängel mit zahlreichen Blattachseln, an deren Enden weiße oder rötliche, wie ein Skorpionschwanz gekrümmte Blüten wachsen. Die dünne und nicht nutzbare Wurzel wächst an rauen Standorten. Eine Handvoll von diesem Kraut fördert, in Wasser abgekocht und getrunken, den Stuhlgang und reinigt so die Galle und den Schleim. Mit Wein getrunken oder als Pflaster aufgetragen ist es ein geeignetes Mittel gegen Skorpionstiche. Es wird als Amulett getragen, um Schwangerschaften vorzubeugen. Es heißt, dass vier seiner Samenkörner die Fieberanfällen der Malaria quartana und drei Körner jene der Malaria tertiana beenden, wenn sie eine Stunde vor dem Anfall als Trank eingenommen werden; das Samenkorn wird als Pflaster aufgetragen, um warzige, hängende Bläschen, fleischige Wucherungen, die Thymus genannt werden, sowie nächtliche Blasen zu trocknen. Mit einem aus seinen Blättern zubereiteten Pflaster lassen sich Sonnenstiche bei Kindern sowie von Gicht schmerzende oder ausgerenkte Gelenke erfolgreich behandeln; die Blätter lösen die Monatsblutung und bei Anwendung auf dem Unterleib den Geburtsvorgang aus (f. 43v).

Dioskurides von Cibo und Mattioli Sonnenwende (Heliotropium europaeum), F. 44r

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Sonnenwende (Heliotropium europaeum), F. 44r

Die Sonnenwende bringt eine Blüte hervor, die einem Skorpionschwanz gleicht, weshalb sie Skorpionschwanz genannt wird; außerdem wird sie Sonnenwende genannt, weil sich ihre Blüten nach der Sonne richten. Sie hat ähnliche Blätter wie das Basilikum, jedoch stärker behaart, weißlicher und größer; an der Wurzel entspringen drei, vier und häufig auch fünf Stängel mit zahlreichen Blattachseln, an deren Enden weiße oder rötliche, wie ein Skorpionschwanz gekrümmte Blüten wachsen. Die dünne und nicht nutzbare Wurzel wächst an rauen Standorten. Eine Handvoll von diesem Kraut fördert, in Wasser abgekocht und getrunken, den Stuhlgang und reinigt so die Galle und den Schleim. Mit Wein getrunken oder als Pflaster aufgetragen ist es ein geeignetes Mittel gegen Skorpionstiche. Es wird als Amulett getragen, um Schwangerschaften vorzubeugen. Es heißt, dass vier seiner Samenkörner die Fieberanfällen der Malaria quartana und drei Körner jene der Malaria tertiana beenden, wenn sie eine Stunde vor dem Anfall als Trank eingenommen werden; das Samenkorn wird als Pflaster aufgetragen, um warzige, hängende Bläschen, fleischige Wucherungen, die Thymus genannt werden, sowie nächtliche Blasen zu trocknen. Mit einem aus seinen Blättern zubereiteten Pflaster lassen sich Sonnenstiche bei Kindern sowie von Gicht schmerzende oder ausgerenkte Gelenke erfolgreich behandeln; die Blätter lösen die Monatsblutung und bei Anwendung auf dem Unterleib den Geburtsvorgang aus (f. 43v).

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