Flämische Apokalypse

Flämische Apokalypse f. 7r, Die vier Reiter der Apokalypse

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f. 7r, Die vier Reiter der Apokalypse

Der Apostel Johannes ist Zeuge der Abfolge der apokalyptischen Weissagungen nach der Öffnung der Siegel. Mit dem ersten erscheint ein Reiter auf einem weißen Pferd, bereit einen Pfeil abzuschießen. Der zweite Reiter kommt auf einem feuerroten Pferd daher und schwingt ein Schwert. Als das dritte Siegel geöffnet wird, kommt ein schwarzes Pferd aus dem Inneren der Erde hervor mit dem Reiter, der eine Waage in der Hand hält. Wenn das vierte Siegel geöffnet wird, prescht ein fahles Pferd, das von einem den Tod verkörpernden Skelett geritten wird, aus dem Höllenschlund hervor. Ihm folgen die roten und stark behaarten Teufel. Mit dem fünften Siegel erscheinen fünf vor einem Altar kniende Märtyrer. Die Öffnung des sechsten Siegel löst ein Erdbeben aus, das von der Zerstörung des Tors und der Türme der Burg symbolisiert wird. Die verängstigten Menschen suchen in den Höhlen der Berge Zuflucht.

Der Miniaturist verdichtet eine große Anzahl von Motiven und Szenen in nur einem Bild, das perfekt das Chaos und die Trostlosigkeit vermittelt, die der Evangelist Johannes sieht.


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