Die Grandes Heures der Anna von der Bretagne

Die Grandes Heures der Anna von der Bretagne Die Erscheinung des Heiligen Hubertus, f. 191v

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Die Erscheinung des Heiligen Hubertus, f. 191v

Die Grandes Heures der Anna von der Bretagne zeigen uns den Patron der Jäger in einem Augenblick, in dem ihn eine Erscheinung von seiner weltlichen Leidenschaft „heilt“ und ihn den Entschluss fällen lässt, sich mit Leib und Seele in den Dienst Gottes zu stellen. Hubertus widmete seine ganze Zeit Festen und Sport und hatte seine religiösen Pflichten vernachlässigt. An einem Karfreitag ging er auf die Jagd, doch plötzlich blieb der Hirsch, den er verfolgte, stehen und zwischen seinem Geweih erschien ein leuchtendes Kreuz, das den künftigen Heiligen zu Boden warf. Ein Engel stieg vom Himmel herab, um ihm eine Stola auszuhändigen, priesterliches Ornament, das Sinnbild seiner neuen Berufung ist.
Auf der von Jean Bourdichon gemalten Szene trägt der künftige Bischof von Lüttich einen eleganten Jagdanzug, der aus der Zeit Ludwig XII stammt. Bourdichon hat die an den Treibjagden teilnehmenden Hunde treffend dargestellt; im Hintergrund beobachtet sein Jagdgefährte auf seinem Pferd als Zeuge des Wunders die Szene.

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