Psalterium

Psalterium f. 53r, Psalm 31 Wohl dem, dessen Frevel vergeben und dessen Sünde bedeckt ist

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f. 53r, Psalm 31 Wohl dem, dessen Frevel vergeben und dessen Sünde bedeckt ist

Dies ist ein Bußpsalm, in dem die Menschen ihre Sünden bekennen und von Gott Vergebung gewährt bekommen. Genau in der Mitte zwischen Sonne, Mond und den Sternen angeordnet steht ein Rumpfbild Gottes mit ausgebreiteten Armen im Mittelpunkt der beinahe symmetrischen Komposition (V. 2, Beatus vir cui non imputavit Dominus peccatum // Wohl dem Menschen, dem der Herr die Schuld nicht zur Last legt; v. 4, Quoniam die ac nocte gravata est super me manus tua // Denn deine Hand lag schwer auf mir bei Tag und bei Nacht). Darunter spannen drei Engel ein großes weißes Tuch über zwei Gruppen von Menschen, die einen stehend die anderen kniend, die Sünder, denen Vergebung zuteil geworden ist (V. 1, Beati quorum remisse sunt iniquitates et quorum tecta sunt peccata //  Wohl dem, dessen Frevel vergeben und dessen Sünde bedeckt ist. V. 5, Delictum meum cognitum tibi feci: et iniusticiam meam non abscondi. Dixi confitebor adversus me iniusticiam meam Domino, et tu remisisti impietatem peccati mei // Da bekannte ich dir meine Sünde und verbarg nicht länger meine Schuld vor dir. Ich sagte: Ich will dem Herrn meine Frevel bekennen. Und du hast mir die Schuld vergeben.) Darunter gibt es auf beiden Seiten zwei Gruppen mit Lanzen und Schildern bewaffneter Männer (V. 7, Tu es refugium meum a tribulatione que circumdedit me; exultatio mea erue me a circumdantibus me // Du bist mein Schutz, bewahrst mich vor Not, du rettest mich und hüllst mich in Jubel). Der in der Mitte sitzende Psalmist hält in einer Hand einen Dornenzweig, von dem er sich abwendet, und in der anderen Hand eine Rolle (V. 4, Conversus sum in erumpna mea dum configitur spina // Meine Lebenskraft war verdorrt wie durch die Glut des Sommers). Neben ihm ein Mann auf einem sich aufbäumenden Pferd und zwei andere versuchen mit Gerte und Peitsche ein widerspenstiges Maultier zu bändigen (V. 9, Nolite fieri sicut equus et mulus quibus non est intellectus. In chamo et freno maxillas eorum constringe qui non approximant ad te // Werdet nicht wie Ross und Maultier, die ohne Verstand sind. Mit Zaum und Zügel muss man ihr Ungestüm bändigen, sonst folgen sie dir nicht.).

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