Dioskurides von Cibo und Mattioli

Geflecktes Lungenkraut (Pulmonaria officinalis), F. 27v-28r


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„Es gibt eine weitere Art des Lungenkrauts, die sich von der auf den Stämmen alter Bäume wachsenden Art gänzlich unterscheidet: Sie wächst an schattigen Plätzen und ihre Blätter ähneln jenem des Borretsch; sie sind rau, von Härchen bedeckt und mit weißen Flecken übersät. Auch ihr Geschmack ähnelt jenem des Borretsch. Der Stängel erscheint zu Frühlingsbeginn und auf diesem entspringen mehrere violette Blüten, die jenen der Hundszunge ähneln.

Die Kräutermediziner schreiben diesem Lungenkraut die beachtenswerte Eigenschaft zu, Lungengeschwüre zu heilen; in diesem Sinne erklärte mir der erfahrene Arzt Giuliano da Marostica aus Treviso, dass er sie mehrmals gegen das Abstoßen des Blutes verwendet und sehr zufriedenstellende Ergebnisse erzielt habe. Dazu ist sie zu kochen, bis sie auf die Hälfte ihrer Größe reduziert ist, und anschließend wird ihr Absud oder auch ihr Saft, jeweils mit Zucker zubereitet, getrunken.

Die Blätter und Blüten dieser Pflanze sind sehr nützlich gegen alle diese Leiden; auf jegliche Art gekocht, kommen sie den Schwindsüchtigen, die sie einnehmen, zugute. Soweit die Erklärungen von Mattioli.“

Dioskurides von Cibo und Mattioli Geflecktes Lungenkraut (Pulmonaria officinalis), F. 27v-28r

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Geflecktes Lungenkraut (Pulmonaria officinalis), F. 27v-28r

„Es gibt eine weitere Art des Lungenkrauts, die sich von der auf den Stämmen alter Bäume wachsenden Art gänzlich unterscheidet: Sie wächst an schattigen Plätzen und ihre Blätter ähneln jenem des Borretsch; sie sind rau, von Härchen bedeckt und mit weißen Flecken übersät. Auch ihr Geschmack ähnelt jenem des Borretsch. Der Stängel erscheint zu Frühlingsbeginn und auf diesem entspringen mehrere violette Blüten, die jenen der Hundszunge ähneln.

Die Kräutermediziner schreiben diesem Lungenkraut die beachtenswerte Eigenschaft zu, Lungengeschwüre zu heilen; in diesem Sinne erklärte mir der erfahrene Arzt Giuliano da Marostica aus Treviso, dass er sie mehrmals gegen das Abstoßen des Blutes verwendet und sehr zufriedenstellende Ergebnisse erzielt habe. Dazu ist sie zu kochen, bis sie auf die Hälfte ihrer Größe reduziert ist, und anschließend wird ihr Absud oder auch ihr Saft, jeweils mit Zucker zubereitet, getrunken.

Die Blätter und Blüten dieser Pflanze sind sehr nützlich gegen alle diese Leiden; auf jegliche Art gekocht, kommen sie den Schwindsüchtigen, die sie einnehmen, zugute. Soweit die Erklärungen von Mattioli.“

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