El Arte Barroco en España y Portugal

Henri y Anne Stierlin

El Arte Barroco en España y Portugal Henri y Anne Stierlin

Vor der kolonialen Expansion schließt sich die Iberische Halbinsel einer mächtigen künstlerischen Bewegung an, die sich durch einen erdrückenden Überfluss, eine dekorative Überfrachtung auszeichnet, die in der Ausschweifung und Maßlosigkeit gipfelt. Dieser Überfluss an Ornamentation scheint sich aus seiner eigenen Überschwenglichkeit zu ernähren. Die Kunst steigert die mystischen Verzückungen, welche die Schriften von Johannes vom Kreuz oder von Teresa von Jesus durchziehen, zum Paroxysmus. Sowohl bei den Strömungen unter Isabel oder unter Manuel, die den für das ganze gotische Europa typischen spätgotischen Stil bis zur letzten Konsequenz treiben, als auch bei den Ausschweifungen der Kunst des Churriguerismus oder Rokokos, gelingt es der Eigenart des spanisch-portugiesischen Genies sich mit großer Prunksucht auszudrücken. Jene Bewegung, die sich aus den Schätzen der Neuen Welt nährt, wird ab Ende des 15. Jahrhundert bis Anfang des 19. Jahrhunderts zahlreiche Meisterwerke ermöglichen und ihr Ursprung sein.

Die Barockkunst in Spanien und Portugal zeigt im Laufe der drei auf die Entdeckung von Kolumbus folgenden Jahrhunderte (16.-18. Jahrhundert) die Konsequenzen der großen Entdeckungen und des Einströmens der Reichtümer aus der Neuen Welt in der Architektur und Kunst der Iberischen Halbinsel. Das Spanien des plateresken und Mudejar-Stils, das Goldene Zeitalter, der spanische und portugiesische Barock sowie schließlich die religiöse Inbrunst der Kunst des auf die Spitze getriebenen Barocks werden in diesem wunderschönen Buch analysiert und illustriert.

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